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Titel


Tanja S. Scheer (Hrsg.) unter Mitarbeit von Martin Lindner
Tempel­prosti­tution im Altertum
Fakten und Fiktionen


Irene Berti, sehepunkte 12 (2012), Nr. 7/8

„Der Sammelband räumt mit vielen Vorurteilen über Tempelprostitution auf und schafft Klarheit in einer immer noch sehr konfusen und emotional beladenen Forschungsdebatte (...). Die Stärke des Buches liegt vor allem im Hervorheben des argumentativen Zirkels, der die schwache Evidenz der Tempelprostitution untermauert. Besonders überzeugend wirkt dabei methodologisch der interdisziplinäre Ansatz, der die Unmöglichkeit der Festlegung eines „Ursprungslandes“ oder einer „Ursprungstradition“ zeigt und das Spiel der – angeblichen – wechselseitigen Einflüsse als eine Erfindung der Forschungsdebatte enttarnt.“

Originalartikel:
http://www.sehepunkte.de/2012/07/16162.html

Elke Hartmann, HZ 294 (2012), S. 462-464

„In den dreizehn klar strukturierten und tadellos lektorierten Beiträgen werden die Leitfragen (...) aus den jeweiligen Disziplinen heraus an unterschiedliche Epochen und Quellen herangetragen.“

A.C. Hagedorn, Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 122 (2010), Heft 3 , Zeitschriften- und Bücherschau S. 482

„... So gibt der Band einen äußerst willkommenen Überblick über den Forschungsstand zum Thema.“

Cornelia Isler-Kerényi, Museum Helveticum 67 (2010), Fasc. 3, S. 185

„Da man heute auf die von der Forschung des 19.Jh. geschaffenen Mythen hellhörig geworden ist, drängte es sich auf, die Suche nach den Fakten systematisch anzugehen. Die dreizehn Beiträge von Spezialisten der betroffenen Disziplinen widmen sich dem Ishtar-Kult Mesopotamiens, den althebräischen ‚Quedeschen‘, den Aussagen Strabos und des Paulus zum kaiserzeitlichen Korinth und zu Persern und Armeniern, dem Ägypten des Neuen Reiches und der Ptolemäer, Iustins Bericht über Lokroi, jenem des Diodor über den Venustempel auf dem Eryx-Berg und schliesslich des Pausanias über den Kult der Aphrodite Erykine in Arkadien. Zuletzt bleibt, wie die Herausgeberin in ihrer instruktiven Einführung sagt, „die spezifische sakrale oder soziale Funktion der Personen meist verborgen, die für verschiedene Kulturen unter der Überschrift ‚Tempelprostituierte‘ zusammengefasst worden sind“...„Was diese Personen verbindet, ist vielmehr ihre Instrumentalisierung durch antike Autoren und auch moderne Historiker“, um „eine Kultur als exotisch darzustellen und sie als fremdartig zu stigmatisieren“. (...) Es scheint also höchste Zeit zu sein, das Thema losgelöst von christlichen Moralkriterien und mit Achtung für die Eigenart des antiken Polytheismus neu anzugehen.“

Matthias Schulz, Der Spiegel Nr. 12 (22.03.2010), S. 162-164

„Rätsel der heiligen Huren.“

mit Bezug auf das Buch

Originalartikel:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-69629004.html

Kathrin Kleibl, BMCR 2010.02.18

„Dieser Band versammelt fokussierte Studien aus den Bereichen Alte Geschichte, Altphilologie, Assyriologie, Ägyptologie, Theologie und Indologie; (...) Die für einen Sammelband erstaunlich konzise Argumentation auf durchgehend hohem Niveau dekonstruiert nicht nur einen überalterten Mythos (...), sie öffnet zudem ebenso detailreiche wie differenzierte Perspektiven auf die sozio-religiösen Verhältnisse in der Antike.“

Originalartikel:
http://bmcr.brynmawr.edu/2010/2010-02-18.html

Julian Köck, H-Soz-u-Kult, 17.08.2009

„Der fachübergreifende Ansatz der Tagung und des Bandes stellt schon einen Wert an sich dar, gewinnt indessen durch das spezielle Thema zusätzlich an Reiz (...) Gleichzeitig zeigt der Band aber auch vorbildlich, dass die Erforschung von kulturellen Einrichtungen im weiteren Sinne besonders da spannende Ergebnisse bringt, wo ganz unterschiedliche Kulturen und Regionen vergleichend untersucht werden. (...) In jedem Fall lassen die klugen Artikel erwarten, dass die Verneinung der Existenz der Tempelprostitution im Altertum zur Lehrmeinung werden wird.“

Originalartikel:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-3-133

Hermann, Michael Niemann, Jahrbuch für Liturgik und Hymnologie 51 (2012), S. 85

„Der transkulturelle Vergleich der sorgfältig argumentierenden Beiträge weckt deutliche Zweifel an früheren pauschalen Auffassungen und zeigt die Notwendigkeit einer Differenzierung angesichts des komplexen Themas.“


Cover: Tempel­prosti­tution im Altertum, Verlag Antike e.K.

April 2009, Lieferbar
€ 59,90 [D], 415 Seiten
Gebunden, mit Fadenheftung
ISBN: 978-3-938032-26-8
Oikumene. Studien zur antiken Weltgeschichte, Bd. 6


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Reihe: Oikumene. Studien zur antiken Weltgeschichte



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