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Titel


Erich Kistler
Funktionalisierte Keltenbilder
Die Indienstnahme der Kelten zur Vermittlung von Normen und Werten in der hellenistischen Welt



Die Kelten – edle Wilde, gefürchtete Krieger, Trunkenbolde, Frauenschänder und Menschenfresser! So konträr stellen die erhaltenen Bildwerke aus hellenistischer Zeit die Kelten dar, um an Königshöfen, in Kultzentren oder Gymnasien genau kalkulierte Selbstansprüche und Ideologien visuell zu kommunizieren.

Auch in der antiken Ethno- und Historiographie werden die Kelten in der Rolle abgehärteter Nordkrieger dargestellt, um den zivilisationskranken Griechen oder Römer an seine unverdorbenen Ahnen einer heroischen Vorzeit zu erinnern, oder als Inkarnation des zerstörerischen Chaos, das über die friedliche Zivilisation hereinzubrechen droht. Manchmal verkörpert der Kelte auch einfach den Barbaren schlechthin – also die Verkehrung dessen, was den zivilisierten und kultivierten Menschen ausmacht. Der historische Kelte interessierte nur am Rande.

In der hellenistischen Welt waren die Kelten bloß Vehikel der Kommunikation – Aufzeigefigur für Normen und Werten, die zentral zur sozialen Reproduktion eines moderaten Bürgertums waren, aber bei weiten nicht mehr fraglos von allen geteilt und befolgt wurden.


Erich Kistler ist seit 2010 Professor an der Universität Innsbruck. Seine Forschungsschwerpunkte sind Formen visueller Kommunikation und sozialer Gruppenbildungsprozesse in der Antike sowie Kulturkontakte und Kulturtransfer im archaisch-klassischen Mittelmeerraum.



Cover: Funktionalisierte Keltenbilder, Verlag Antike e.K.

Dezember 2009, Lieferbar
€ 79,90 [D], 432 Seiten, 46 s/w-Tafeln
Gebunden, mit Fadenheftung
ISBN: 978-3-938032-36-7
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