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Titel


Erich Kistler
Funktionalisierte Keltenbilder
Die Indienstnahme der Kelten zur Vermittlung von Normen und Werten in der hellenistischen Welt


VORWORT
1 ZUM EINSTIEG: DIE KELTEN ALS MITTEL ZUM ZWECK
1.1 Die (Neu)Kelten kommen!
1.2 Worum es in diesem Buch geht
1.3 Das binäre Denkmodell „Identität/Alterität“: Vor- und Nachteile
1.4 Der Begriff der „Indienstnahme“ als Analysekategorie in dieser Untersuchung
1.5 Quellen, Methoden und archäologische Probleme
1.6 Geschichten statt Geschichte
1.7 Fünf Essays und eine Mikro-Historie
2 KELTOMACHIEN: IM ZEICHEN KRIEGERISCHER TÜCHTIGKEIT UND PANHELLENISCHER RETTERLEISTUNG
2.1 Hellenistische Herrscher im Osten und das neue Gesicht des Krieges durch die Kelten
2.2 Kriegerhorden keltischer Warlords in Kleinasien und Rettertaten
2.3 Die Keltomachie auf dem Weihrelief an Herakles: Eine Dankbarkeitsäußerung der Kyzikener
2.4 Der Kampf gegen die Kelten als militärische Bewährungsprobe
2.5 Im Zeichen kriegerischer arete: Die Grabstele des Menas aus Nikaia und Keltomachien auf graeco-bithynischen Stockwerkstelen
2.6 Die Keltomachie des „Kleinen Attalischen Weihgeschenkes“ auf der Athener Akropolis
2.6.1 Im Fokus der unschlagbare Sieger zu Pferd: Ein neuer Rekonstruktionsvorschlag
2.6.2 Die Gründe für den neuen Rekonstruktionsvorschlag
2.6.3 Attalos - der Keltentöter: Die Keltomachie und ihre Bedeutungsdimension im Rahmen des „Kleinen Attalischen Weihgeschenkes“
3 SATYRESKE KELTEN UND DIE MASKE DER HYBRISTAI
3.1 Das Vorspiel: Brikon - Ein Satyr mit keltischem Namen?
3.2 Der Ausgangspunkt: Die Keltenbeschreibung bei Diodor und die aristotelische Mesotes-Lehre
3.3 Die Vorgeschichte: Hybris und Satyr-Physiognomie bei Kentauren, Skythen und Sokrates
3.3.1 Satyreske, raubtierartige und menschliche Kentaurengesichter am Parthenon
3.3.2 Die zwei Gesichter des Satyrn: Raubtierfratze – oder Spitzohren und Stupsnase
3.3.3 Divergierende Kentauren-Physiognomie als Ausdruck unterschiedlicher Kentauren-Naturen
3.3.4 Das Sokratesporträt: Eine ironisierende Ausnahme bestätigt die Regel
3.3.5 Kentauren mit Satyr-Physiognomie und Symposionsethik
3.3.6 Skythen mit Satyr-Physiognomie und ungebührliches Weintrinken „nach Skythenart“: Die Sicht der metroi
3.3.7 Eine Zwischenbilanz zur Vorgeschichte der Maske der hybristai
3.3.8 „Weintrinken nach Skythenart“ – Die Sicht der Hedonisten
3.3.9 Die Maske der hybristai im Spannungsfeld zwischen metrioi und Hedonisten
3.3.10 Zurück zum Ausgangspunkt: Deviante Kelten und das mesozentrische Weltbild bei Diodor
3.4 Kelten mit Satyr-Physiognomie ini der hellenistischen Groß- und Kleinplastik
3.5 Vom „Rechten Maß“ abweichende Kelten: Trunkenbolde – homosexuell passive Lüstlinge – Frauenräuber – wilde Krieger
3.5.1 Die Kelten als Trunkenbolde
3.5.2 Antagonistische Trink- und Gelagekultur im Hellenismus als Codierungssystem oppositioneller Weltsichten
3.5.3 Trunkenbolde und sympotische Devianzfiguren mit satyresker Maske
3.5.4 Die Kelten als homosexuell passive Lüstlinge
3.5.5 Die Kelten als Frauenräuber
3.5.6 Defizitäre Hopliten: Tierisch wilde Keltenkrieger und kämpfende Satyrn
4 GIGANTISIERTE KELTEN: DIE DÄMONISIERUNG DER KELTEN ZU HYPOSTASEN DER DUNKLEN KRÄFTE DES CHAOS
4.1 Die Kelten als Inkarnation mythischer Menschenfresser
4.2 Menschenfressende Riesen und kulturelle Bedeutungshorizonte des Anthropophagiediskurses im „homerischen“ Griechenland
4.3 Das „Keltenwüten“ bei Kallion: Mythische Menschenfresser treten in die reale Wahrnehmung der Griechen ein
4.4 Funktionen der Dämonisierung der Kelten zu lebensfeindlichen Chaoswesen
4.5 Gigantisierte Kelten oder keltisierte Giganten? Marmorkopf A und B im Schloss Fasanerie bei Fulda
4.6 „Wie-Giganten-Wüten“: Eine Bildmetapher für ungebändigte Vernichtungswut
4.7 Kelten in der mittelhellenistischen Bildkunst, die wie Giganten aussehen und wie Giganten wüten
4.8 Die Gigantisierung der Kelten in der späthellenistischen Literatur und im kaiserzeitlichen Rom
5 PLÜNDERNDE KELTEN - STRAFENDE GÖTTER
5.1 Die Bestrafung keltischer Tempelräuber: Feindbildklischee, ereignete Geschichte oder praktikable Gebrauchsgeschichte?
5.2 Strafende Götter und Dämonen: Die Bestrafung plündernder Kelten in der italisch-etruskischen Bildkunst
5.3 Strafende Götter und Dämonen: Bestrafte Kelten als Manifestationen richterlicher Weltzuwendung der Götter
5.4 Drei Fallstudien zur Indienstnahme der Bild- und Denkfigur „Strafende Götter und Dämonen – bestrafte Kelten“
5.4.1 Schalenbilder aus Cales: „Historischer“ Beweis von Götternähe und gesellschaftliche Stabilisierungsarbeit
5.4.2 Die Bestrafung keltischer Tempelräuber als Gegenbild zur dionysischen Glückswelt in der etruskischen Sakral- und Sarkophagplastik
5.4.3 Die Tötung der Kelten am Parnassos bei Delphi: Der Tempel des Apollon Palatinus und der Friedensfürst Augustus
5.4.4 Ein kurzer Epilog zum Apollontempel des Augustus
6 NOBILITIERTE UND HEROISIERTE KELTEN
6.1 Verkehrung der Rollen: Nobilitierte Kelten und pervertierte Griechen
6.2 Die Homerisierung und Heroisierung des keltischen Kriegertums in der Keltike bei Diodor
6.3 Die „Keltengruppe Ludovisi“: Die heroische Selbsttötung eines noblen Kelten und die ehrbare Tötung seiner Frau
6.3.1 Die heroische Selbsttötung eines noblen Kelten?
6.3.2 Die formale Heroisierung der Gruppe
6.3.3 Die Gruppe im Licht griechisch-römischer Selbsttötungsethik
6.3.4 Das Gefühl bravourösen Heroismus angesichts des Sieges über einen gleichwertigen „edlen Kelten“
6.4 Der „Sterbende Kelte“ im Kapitolinischen Museum in Rom
6.4.1 Heldentod auf dem Schlachtfeld?
6.4.2 Das heldenmütige Sterben des „Kapitolinische Kelten“: heroisierende Umformatierung eines stereotypen Sterbe-Schemas
6.5 Keltische Könige und Fürsten als Herakliden
6.6 Die Porträtaufnahme eines späthellenistischen Keltenfürsten als Herakliden: der Marmorkopf BS 1206 in Basel
6.6.1 Der Marmorkopf BS 1206: Kopf einer jugendlichen Herakles-Statue?
6.6.2 Eine hellenistische Weiterbildung und Klitterung jugendlicher Heraklestypen spätklassischer Zeit
6.6.3 Die Datierung
6.6.4 Porträt eines Kelten- bzw. Galaterfürsten
7 HELLENISIERTE KELTEN VERSUS SATYRESKE KELTEN IM PTOLEMÄISCHEN ÄGYPTEN
7.1 Eine mikrokosmische Konfliktgeschichte anstelle eines generalisierenden Schlusswortes
7.2 Satyreske Keltenfiguren im ptolemäischen Ägypten
7.3 Zur Integration und „Patchwork-Identität“ hellenisierter Nichtgriechen im ptolemäischen Ägypten
7.4 Hellenizein: Eine kulturelle Strategie für den sozialen Aufstieg im hellenistischen Ägypten
7.5 Die kulturelle Integration der Kelten in die griechisch-sprechende Bevölkerungsgruppe: eine soziale Erfolgsgeschichte
7.6 Keltische Identitäts- und Integrationspolitik im hellenistischen Ägypten: ein Paradoxon?
BIBLIOGRAPHIE
REGISTER: QUELLEN, PERSONEN UND SACHEN
BILDNACHWEIS
TAFELN


Cover: Funktionalisierte Keltenbilder, Verlag Antike e.K.

Dezember 2009, Lieferbar
€ 79,90 [D], 432 Seiten, 46 s/w-Tafeln
Gebunden, mit Fadenheftung
ISBN: 978-3-938032-36-7
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2014-01-09 14:59

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