Titel
Peter Scholz
Den Vätern folgen
Sozialisation und Erziehung der republikanischen Senatsaristokratie
Diese Studie widmet sich der Sozialisation und dem äußeren wie auch inneren Erziehungsgang römischer nobiles in der späten Republik. Sie legt dar, wie die Söhne römischer Ritter und Senatoren ihre bestimmende Prägung durch den persönlichen Umgang mit familiären Autoritäten erhielten, wie sie in Kindheit und Jugend auf die mit der politischen Laufbahn verbundenen Aufgaben vorbereitet wurden und wie sie die Jahre der intellektuellen, politisch-zivilen und militärischen „Lehrzeit“ durchliefen. Aufgrund dieser familiären Erfahrungen und Formen praktischer Bewährung bildete sich ein spezifischer Habitus aus, der sich in einer ausgeprägten physischen und intellektuellen Wehrhaftigkeit sowie im Streben nach öffentlicher Wirksamkeit und Geltung ausdrückte und die Senatsaristokratie wesentlich auszeichnete.
Die Untersuchung plädiert dafür, die spätestens seit 200 v.Chr. zu beobachtenden Veränderungen in der Sozialisation und Erziehung nicht länger mit dem Verweis auf die „Hellenisierung“ der römischen Oberschicht zu erklären, sondern besser als Prozess einer umfassenden „Intellektualisierung“ des aristokratischen Habitus zu beschreiben.
Peter Scholz ist Professor für Antike Geschichte und Kultur an der Universität Stuttgart. Sein Forschungsinteresse gilt der Epoche des Hellenismus und der späten römischen Republik sowie den Themen „Kindheit, Jugend, Erziehung und Bildung in der Antike“ und „politische Ideen der Antike“.
September 2011, Lieferbar
€ 64,90 [D], 424 Seiten
gebunden, mit Fadenheftung
ISBN: 978-3-938032-42-8
Studien zur Alten Geschichte, Bd. 13
Reihe:
Studien zur Alten Geschichte

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