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Profil und Chronik


Profil


Der Verlag Antike ist ein Fachverlag für die Altertumswissenschaften, er wurde im November 2003 gegründet. Seither sind an die fünfzig Titel erschienen, die meisten in deutscher Sprache, aber auch englische, französische und italienische Publikationen.

Wir begleiten Texte von der Idee bis zum fertigen Buch. Texte erreichen uns in unterschiedlichsten Stadien: noch als Projekt oder schon als vollständiges Manuskript, jedoch fast immer als persönliche Empfehlung von Herausgebern oder Autoren und Autorinnen des Verlags. Oder Titel werden gezielt für Reihen verfasst, die Herausgeber und Verlag ins Leben rufen, um einen gut auffindbaren Ort für ein Thema zu schaffen.

Die Herausgebergremien begutachten jedes eingereichte Manuskript mit je zwei schriftlichen Gutachten, die Änderungsvorschläge zu einzelnen Aspekten aber auch der Gesamtstruktur enthalten können. Die Herausgeber entscheiden gemeinsam über die Aufnahmen eines Manuskripts in die Reihe.

Die einlässliche Begutachtungsarbeit der Herausgeber und ihre Unterstützung der Autoren in allen inhaltlichen Fragen während der Überarbeitung begleitet der Verlag durch ein professionelles Lektorat.

Der Wert dieser Texte wird auch in der Ausstattung der Bände kenntlich. Sie sind bibliothekstauglich, Hardcoverbände mit Fadenheftung, damit die Bücher auch nach langen Jahren den Lesern und Nutzern intakt mit allen Seiten zur Hand sind. Dabei sind sie selten teurer als viele Paperbacks mit Klebebindung – die wir, wenn es sinnvoll ist, auch gerne nutzen, um Inhalte zugänglich zu machen.

Forschungstitel unserer Fächer haben stets kleine Auflagen. Deshalb sind wir für die Finanzierung der Publikationen auf die Unterstützung von Stiftungen angewiesen, denen auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei.

Unsere Bücher finden aber, trotz dieser fachüblichen kleinen Auflagen, eine weite Verbreitung. Nicht zuletzt dank der Bibliotheksdienste – gleich bei Erscheinen des ersten Buches hat Harrassowitz Booksellers unser Programm entdeckt und andere folgten bald – sind alle Publikationen sogleich nach Erscheinen in großen und kleinen Bibliotheken weltweit zugänglich: Schaue Sie doch einmal nach!

Auf Fachtagungen stellen wir die Bücher ebenfalls vor. Der Verlag ist regelmäßig auf dem Deutschen Historikertag mit einem Büchertisch vor Ort, dem Kongress des Deutschen Altphilologenverbandes, der Tagung der Mommsen-Gesellschaft und seit 2011 auch bei der SÄK, der Ständigen Ägyptologenkonferenz.

Wir stehen in regelmäßigem, meist persönlichem Kontakt zu den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Rezensionszeitschriften in aller Welt. Wir empfehlen die Titel unserer Autorinnen und Autoren aktiv und individuell für Besprechungen. Die Ergebnisse sprechen für sich. Stets aktualisiert, sind die Rezensionen – zahlreich und in vielen Sprachen eingetroffen – in unserem Rezensionsarchiv mit einem Klick auffindbar.

Bestellen können Sie die Bücher in jeder Buchhandlung in Deutschland oder anderswo, direkt über den Verlag/die Verlegerin oder bei Amazon.

Von Anfang an hat der Verlag eine Verlagsauslieferung mit dem Versand der Bücher betraut. Buchhandlungen erhalten die Bücher auf dem für sie kostengünstigsten und schnellsten Weg: per Bücherwagen, wenn sie angeschlossen sind. Oder per Post. Die Bücher sind daher in der Regel schon am Folgetag beim Besteller. Auch ins Ausland, nah und fern, gelangen die Bücher so, schnell und sicher verpackt.

Bücher verlegen ist viel mehr, als Inhalte zwischen Buchdeckel zu bringen. Wir publizieren die Arbeiten unserer Autorinnen und Autoren.

Dazu gehört auch das Bereitstellen der Inhalte in elektronischer Form. Das wiederum ist mehr, als ein „PDF zum Download“ bereitzustellen. Das wäre, abgesehen von der Frage der Bildrechte, technisch leicht gemacht.

Wir zielen auf eine Lösung, die garantiert, dass die Inhalte langfristig und in jedwedem Lesemedium zugänglich sind. Zukunftstauglich sind Publikationen nur dann, wenn die Inhalte als sinnvoll strukturierte Daten vorliegen.

Eine Skizze davon geben das Abstract meines Vortrags auf dem Publishers’ Forum 2010 sowie Überlegungen zum Workflow von solchen Produktionsprozessen, die auf verschiedene Ausgabenmedien ausgerichtet sind.

Seit Anfang 2011 setzen wir erste Bände testweise nach dem XML first-Modell.

Alle Titel sind bei Google hinterlegt, so dass Leser in aller Welt mit Volltextsuche darauf zugreifen können.



Chronik


2003

Verlagsgründung im November in Frankfurt am Main.

Der Verlag bezieht dort sein Büro, als Untermieter beim Eichborn Verlag.

Diese freundliche, rein räumliche Verbindung großer und kleiner Unternehmen habe ich bei meinem Praktikum bei Agnes Krup Literary Agency in New York kennengelernt, deren Ein-Personen-Unternehmen in die Broadway-Etage der großen Agentur Sterling Lord kollegial eingebunden war.


2004

Die Verlegerin finanziert den Verlag als freie Lektorin im Sachbuchbereich. Parallel dazu schafft sie die Infrastruktur für den Verlag. Die Geschäftsform muss festgelegt werden, eine passende Druckerei und eine Auslieferung gefunden werden, die Anmeldung bei der ISBN-Agentur, Versicherungen aller Art sind abzuschließen, Steuernummern müssen aufs Briefpapier.

Andreas von Rosen schreibt die Internetseite des Verlags – ein großes, grundlegendes Gründungsgeschenk.

Die Studien zur Alten Geschichte werden ins Leben gerufen von Ernst Baltrusch, Kai Brodersen, Peter Funke, Stefan Rebenich und Uwe Walter.

Zum Historikertag in Kiel Mitte September liegen die ersten drei Titel des Verlags vor:

Die Reihe Studien zur Alten Geschichte startet mit zwei Bänden, Memoria und res publica von Uwe Walter und Könige und Ephoren von Andreas Luther.

Uwe Walter schreibt in seinem Vorwort, wegbegleitend für den Verlag: „Daß die Studie gegen meine anfängliche Absicht in der vorliegenden, gegenüber dem Manuskript nur unwesentlich modifizierten und leicht gekürzten Version auf den Weg geschickt wird, ist einem kontingenten Umstand von gebieterischer Kraft geschuldet: Martina Erdmann hat privato consilio et privata impensa einen altertumswissenschaftlichen Fachverlag gegründet. Dieser kompromißlos mutige Schritt verdiente mehr Unterstützung, als bloß gute Wünsche sie geben könnten.“

Kai Brodersen vertraut uns den Sammelband Crimina an, der Anknüpfungspunkt für weitere Bände zur Antikenrezeption wird. 2010 wird die Reihe Rezeption der Antike ins Leben gerufen.

In die Bibliotheken weltweit kommen unsere Bücher sogleich: Carola Vogel vom etablierten Bibliotheksdienst Harrassowitz Booksellers hat unsere ersten drei Titel noch in der Woche des Erscheinens entdeckt.

Verlag, Autoren und Herausgeber freuen sich über die ersten Rezensionen, die bereits im selben Jahr erscheinen: auf H-Soz-u-Kult und in der FAZ.


2005

Memoria und res publica von Uwe Walter, das erste Buch des Verlags, wird gleich mit zwei Preisen ausgezeichnet: Historisches Buch H-Soz-u-Kult und Historisches Buch DAMALS.

Stefan R. Hauser, Philip Huyse, Erich Kettenhofen, Andreas Luther, Joachim F. Quack, Robert Rollinger und Josef Wiesehöfer gründen die Reihe Oikumene. Studien zur antiken Weltgeschichte. Als erster Band erscheint Der Satrap von Hilmar Klinkott.

Für das Journal der Industrie- und Handelskammer skizzieren wir, was zu bedenken ist bei der „Verlagsgründung – Zwischen McKinsey und Musenkuß“.


2006

Die Auszeichnung Historisches Buch des Jahres von H-Soz-u-Kult geht an die Arbeit von Karen Piepenbrink, Christliche Identität und Assimilation in der Spätantike, wiederum an einen Band der Studien zur Alten Geschichte.

Als eine Neuauflage seines Standardwerks Die griechische Komödie ansteht, vertraut Bernhard Zimmermann sie dem Verlag Antike an. Die Neuauflage erfährt begeisterte Besprechungen: „a marvelous introduction not only to Greek comedy, but (...) to much of ancient Greek history and culture as well.“

Die Reihe Alte Geschichte Forschung – AGF wird initiiert von Veit Rosenberger und Gregor Weber. Autoren, Herausgeber und Verlag kommen zu einem ersten Reihen-Treffen auf dem Historikertag in Konstanz zusammen. Der Start der Reihe wird für 2012 geplant.


2007

Am neuen, umfassenden Band von Oikumene, Getrennte Wege? Kommunikation, Raum und Wahrnehmung in der Alten Welt beteiligen sich alle Herausgeber der Reihe mit eigenen Beiträgen. Auf der Tagung des Netzwerks Orient und Okzident in Innsbruck im November trifft die Sendung mit den Druckfahnen ein, so dass wir uns am Büchertisch des Verlags gemeinsam über das baldige Erscheinen freuen können.


2008

Umzug nach Berlin. Zunächst ist das Büro im historischen GASAG-Gebäude am Alexanderplatz.

Anfang des Jahres erscheint der erste Verlagstitel in englischer Sprache: Tom Boiy, Between High and Low. A Chronology of the Early Hellenistic Period.

Die Auszeichnung Historisches Buch des Jahres von H-Soz-u-Kult geht diesmal gleich an zwei Bände der Studien zur Alten Geschichte Band 5 und Band 7, die Arbeiten von Julia Wilker, Für Rom und Jerusalem und Tankred Howe, Vandalen, Barbaren und Arianer bei Victor von Vita.


2009

Der Verlag bezieht ein Büro in der Grolmanstraße, einer ruhigen Verbindung zwischen Ku’damm und Savignyplatz. So ist der Verlag an noch besucherfreundlicherem Ort zu finden.

Die hellenistische Polis als Lebensform heißt die Reihe des Schwerpunktprogramms Poliskultur der DFG, die Martin Zimmermann im Verlag Antike herausgibt und deren erster Band, Stadtbilder im Hellenismus, im Frühjahr erscheint.

Bernhard Zimmermann gründet die Studia Comica. Es kommen die ersten drei Bänden heraus, darunter als erste Monographie in italienischer Sprache in unserem Programm die Arbeit von Silvio Schirru, La Favola in Aristofane.


2010

Einladung, das Konzept für die Umstellung der Verlagsproduktion auf XML first unter der Rubrik Ideas that work auf dem Publishers’ Forum vorzustellen.

Der Verlag tritt dem AKEP – Arbeitskreis Elektronisches Publizieren des Börsenvereins bei.

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Der SPIEGEL widmet dem von Tanja Scheer herausgegebenen Band Tempelprostitution in der Antike einen umfangreichen Bericht.

Die Reihe Rezeption der Antike wird eröffnet von Kai Brodersen, Klaus Freitag, Jörg Fündling, Martin Lindner, Fritz Mitthof, Peter Van Nuffelen und Susanna Philippo.


2011

Das Projekt von Bernhard Zimmermann zur Kommentierung der Fragmente der griechischen Komödie an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften nimmt seine Arbeit auf.

Joachim F. Quack, dem Verlag als Mitbegründer der Reihe Oikumene. Studien zur antiken Weltgeschichte seit 2004 verbunden, wird mit dem Leibniz-Preis 2011 ausgezeichnet.

Der Verlag nimmt teil am Programm Google Books. Alle erschienenen Titel sind dort in Volltextsuche recherchierbar.


2012

Der Verlag ist jetzt in Mainz. Sie finden das Büro im Haus der Gutenberg-Buchhandlung am Neubrunnenplatz. Vom Hauptbahnhof erreichen Sie uns in fünf Minuten Laufweite. Rhein, Dom und RGZM und Landesmuseum sind ganz in der Nähe.

Wir haben eine Auslieferung für Nordamerika. Leser in den USA, Kanada und Mexico können unsere Bücher direkt bestellen bei ISD, orders@isdistribution.com.



Volltextsuche:



Verlag Antike e.K.
Große Bleiche 29
55116 Mainz
Deutschland
T: 06131-69 30 970
F: 06131-69 30 971


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Letzte Änderung:
2012-06-23 15:24

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